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Grundlagen

Glaube

Definition

  • Handelns und
  • Erwartens

jedes freien Menschens!

Wer glaubt, dass ihm eine Sorte Kaffee besser als alle anderen schmeckt, wird sie erwerben … sofern verfügbar und er das Geld hat. Wer an Jesus Christus glaubt, wird sich taufen lassen (und auch alles andere beherzigen, was dieser König sagt) … sofern er kann und nicht z.B. gerade neben Ihm am Kreuz hängt.

Glaube an das Spülmittel, so wird Dein Geschirr sauber, samt dem Besteck. “…Glaube an den Herrn Jesus, so wirst du gerettet werden, du und dein Haus!” (Apg 16:31)

Jak 2:17f

Glaube wird bei einem freien und gesunden Menschen immer durch Handlungen sichtbar, die sich selbstverständlich aus dem, was er glaubt, ergeben. Jemand, der zu diesen Handlungen – etwa wegen einer Behinderung – nicht im Stande ist, kann natürlich trotzdem glauben – so wie ein Bettlägriger trotzdem Fan einer Fußballmannschaft sein kann, selbst wenn er die Spiele nicht mehr persönlich besucht. William Wallace rief im Film „Braveheart“ kurz vor seiner Hinrichtung „Freiheit!“ Auch wenn er gefesselt war, nutze er die Möglichkeit, die er noch hatte, seinem Glauben zu bekennen.

Abgrenzung (z.B. von Werken)

Nicht jedes Handeln entspringt dem Glauben! Andere Motivationen können z.B. Angst, Gewohnheit oder Zwang sein. Daher grenzt Paulus v.a. im Römerbrief Glauben an Christus von den Werken des Gesetzes ab. Menschen hatten einen Aberglauben an das Gesetz entwickelt, der dem Gesetz gar nicht entsprach. Das Gesetz ermöglichte ein gutes und Gott wohlgefälliges Leben auf der Erde. Nach dem Tode hat es keine Gültigkeit. Es kann auch nur begrenzt von Schuld befreien. Wer an das Gesetz glaubt, hält es, ist dadurch aber nicht gerettet, befreit, geheilt oder Teil des Himmelreiches. Es ist zu berücksichtigen, weil es Gottes Charakter und Vorlieben widerspiegelt. Wer an Ihn glaubt und Ihn liebt, interessiert sich für alles, was ihm wichtig ist und was er schon gesagt hat. Aber das Gesetz ist eben nur Teil des Wortes Gottes, also von dessen Offenbarung. Spätestens als das Wort persönlich auf die Erde kam, Sein Leben gab und auferstand, war Gott in einer Fülle offenbart, die alles Vorherige als provisorisch und unvollkommen erkennbar werden ließ. König David konnte das Gesetz, unter dem er lebte, noch als vollkommen bezeichnen. Der Hebräerbrief grenzt dagegen das Ewige von dem Vergänglichen ganz klar ab. Wer an das Blut Christi glaubt, opfert keine Tiere mehr für seine Sünden. Ihm ist trotzdem ganz effektiv vergeben!

Paulus wehrt sich gegen einen Glauben an das Gesetz, das in seiner Erfüllung den ultimativen Weg sieht, Gott wohlgefällig zu leben. Das Gesetz ist nicht alles und nicht das Wichtigste. “Das Gesetz ist ja heilig, und das Gebot ist heilig, recht und gut.” (Röm 7:12) und “Wir wissen aber, daß das Gesetz gut ist, so es jemand recht braucht und weiß solches, daß dem Gerechten kein Gesetz gegeben ist…” (1Tim 1:8-9). Seit das Wort Gottes persönlich erschienen ist, sind Gesetz und Propheten stark in den Hintergrund getreten. “Und Petrus … sprach zu Jesu: Rabbi, hier ist gut sein. Lasset uns drei Hütten machen: dir eine, Mose eine und Elia eine… Und eine Stimme fiel aus der Wolke und sprach: Das ist mein lieber Sohn; den sollt ihr hören! Und bald darnach sahen sie um sich und sahen niemand mehr denn allein Jesum bei ihnen.” (Mk 9:5-8). In Ihm ist alles und Er ist alles, was wir jetzt brauchen! Ein Blick in die Geschichte Seines Wortes, kann helfen, Ihn heute klarer zu hören, aber das, was der Freund und König getan hat und heute sagt, ist alleine ausschlaggebend für uns!

… denn die Hauptsumme des Gebotes ist Liebe von reinem Herzen und von gutem Gewissen und von ungefärbtem Glauben …

1.Tim 1:5

Eingrenzung

Christlicher Glaube basiert auf Gnade, Wahrheit und Hoffnung und besteht aus

  • Anerkennung Jesu als
    • Schöpfer
    • ewigem König
    • einzigem Retter
  • Leben
  • Vertrauen
  • Sicherheit
  • Erwartung
  • Ehrfurcht
  • Übereinstimmendem Handeln

Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.

Heb 11:1

Priorisierung

Der Glaube an das Evangelium ermöglicht es uns, zu priorisieren, wie wir unsere begrenzte Zeit am gewinnbringendsten für Zeit und Ewigkeit nutzen. Er selbst genießt eine einmalige Priorität, weil er alleine darüber entscheidet, wo jemand die Ewigkeit verbringen wird!

…prediget das Evangelium aller Kreatur. Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.

Mk 16:15-16

Zwar steht er unter den ewigen Dingen nur an zweiter Stelle:

Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

1.Kor 13:13

Die Liebe ist auch jetzt das Größte und schon immer die Zusammenfassung aller Gebote gewesen. Aber Glaube ist einzigartig, und zeitweise zu priorisieren, weil er einem überhaupt erst den Zugang zu Gott und Seinem Reich eröffnet! Ohne Glaube komme ich nicht zu Gott, der der Größten Liebe wert ist und der mir die Fähigkeit, zu lieben, gegeben hat und erweitert. “… der Gerechte aber wird seines Glaubens leben…” (Hab 2:4) und ohne überhaupt zu leben, kann man nicht lieben! Zwei schiffbrüchige Eheleute mögen einander lieben, können ihre Liebe jedoch nicht mehr lange zum Ausdruck bringen, wenn sie nicht gerettet werden. Glaube rettet und bewahrt einem das Leben – für die Ewigkeit! Liebe ist der Sinn des Lebens, das gerettet worden ist. Liebe ist das Wichtigste! Aber Glaube kann zeitweise dringlicher sein! Die Bibel spricht nicht von einem Kampf der Liebe. Wohl aber ermahnt sie

… kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, dazu du auch berufen bist …

1.Tim 6:12

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